Sonntag, 28. Januar 2018

2,2 kW Frequenzumrichter von Huanyang


Der Frequenzumrichter ( kurz FU ) aus dem Bundle macht einen sehr guten Eindruck und darf als echtes Schnäppchen bezeichnet werden. Geradezu top ist die mitgelieferte Dokumentation, die es zwar nur in englisch gibt, dafür aber ansonsten vorbildlich ist.

Die meisten der 250 möglichen Parameter müssen nicht verändert werden. Ich möchte Spindel und FU an Mach3 betreiben. Dazu müssen einige wenige Parameter angepasst werden. Eine sinnvolle Werkseinstellung für die mitgelieferte Spindel ist bereits im Gerät hinterlegt.

Zur Elektrik:

Im Netz las ich, dass man den Anschlussstecker der Spindel aus Sicherheitsgründen tauschen sollte. Ich halte das für übertrieben. Wenn ich ihn tausche dann gegen einen Industrie-Steckverbinder ( z.B. Schaltbau M1 ).

Wirklich kritisch ist allerdings die fehlende Erdung der Spindel. Da muss man unbedingt  nachrüsten. 

Ein entscheidendes Thema ist die Störstrahlung, die naturgemäß von jedem Frequenzumrichter ausgeht und alle möglichen Geräte im eigenen Haushalt und im weiteren Umkreis stören kann.
Unabdingbar ist daher zumindest ein Netzfilter direkt am Eingang des FU. Auch sollte die Zuleitung zur Spindel geschirmt sein. 
Üblicherweise werden Energiekabel nicht paralell mit Steuerleitungen verlegt. Bei einer Portalfräse mit Schleppkette bleibt aber zumindest ein Stück weit nichts anders übrig.
Ich verwende daher das Lapp Ölflex FD Classic 810 CY 4 x 1,5 mm² , das zudem ölfest und schleppkettentauglich ist. 
FU, Netzfilter ,Sicherung und Schalter werde ich später in einen kleinen Schaltschrank aus Stahlblech montieren.


Donnerstag, 25. Januar 2018

Chinesische 2,2 kW-Frässpindel


Seit gestern bin ich stolzer Besitzer einer sog. Chinaspindel, die ich im Bundle zusammen mit dem passenden Frequenzumrichter in Ebay erwarb. Genau gesagt das Modell HY 2,2 kW des chin. Herstellers Huanyang.


Diese Kombination wird von mehreren Anbietern zu Preisen zwischen 240 und 300 Euro vertrieben. Am gebräuchlichsten ist  die Version mit ER 20 Spannzangen nach DIN 6499B.
( nahezu baugleiche Motore gibt es auch mit 1,5 kW und ER16 bzw. ER11 )
Ich habe mich für die 2,2 kW-Version mit ER20 entschieden, um eventuell auch mal größere Fräser spannen zu können. 
Leider gibt es im Netz auch technisch deutlich einfachere chinesische Plagiate des Originals. (  zum ähnlichen Preis!!! )  Allerdings sieht das Gehäuse des Frequenzumrichters dann etwas anders aus. ( Das Foto oben zeigt das Original )
Die Frässpindel gibt es in einer wassergekühlten und in einer luftgekühlten Variante. Das untere Lager besitzt nur eine einfache Labyrinthdichtung. Wer Holz oder Kunststoff fräst sollte eher die luftgekühlte Variante wählen, da die Kühlluft das Gehäuse durch die Labyrinthdichtung wieder verlässt. Wer auf effiziente Kühlung wertlegt, sollte eher zur wassergekühlten Variante greifen.
Die Spindel macht einen soliden Eindruck. Der Konus für die Spannzange ist ordentlich geschliffen, die Spannmutter gewuchtet. ( Die mitgelieferte 6 mm Spannzange ist allerdings sehr grob gefertigt, läuft aber gut rund. ) Ich werde demnächst den Rundlauf im Konus und außen am gespannten Werkzeug vermessen. Der Hersteller gibt als Toleranz 0,01 mm an. Man wird sehen. ..... Die Toleranz liegt tatsächlich bei 0,01 mm. Wirklich erstaunlich bei dem Preis.